Donnerstag, 4. Juni
Bis zum späten Mittwochabend waren alle Crews angereist, so dass am nächsten Morgen 15 Boote startklar waren, darunter fünf Conger. Am Donnerstag zeigte sich Friesland von einer Seite, wie viele es noch nicht kannten: (Stark)regen, Wind zwischen etwa 5 und 7 Bft, Schauerböen und sogar Gewitter. Zur allgemeinen Anmeldung und Begrüßung gab es starkem
Regen und der Wind riss an den Pavillons, unter denen 33 Teilnehmende den Schauer abwarteten. Viele hatten sich entschieden, an diesem Tag nicht aufs Boot zu steigen. Aber nachdem die ersten starken Schauer durch waren, wagten sich einige mit einem Conger, einer Aira und zwei Valken auf die Kanäle in Richtung Ijlst. Sie hatten alles richtig gemacht: bei 6 Bft mit 7-er Böen ging es raumschots unter Fock über den Kanal, als der Regen kam, saßen Sie schon wohlbehalten bei Appelgebak met Slag im Café. Zurück mussten die Motoren laufen. Am frühen Abend fanden sich alle zusammen zum gemeinsamen Burgergrillen. Der Regen kam zwar zwischendurch mal durch, aber die Pavillons ließen alle enger zusammenrücken.
Freitag 5. Juni 2026
Der Regen des Vortags hatte aufgehört, der Wind von Südwest auf West gedreht und auf 2 – 3 Bft abgenommen. Das waren insgesamt beste Voraussetzungen, um mit allen Booten zusammen eine längere Tour anzutreten: von Woudsend über Slooten nach Lemmer und zurück. Um 10.15 Uhr sollte es losgehen, und auf dem Weg über das Slootermeer, den Kanal
durch Slooten und weiter bis durchs große Brecken nach Lemmer zog sich das Feld etwas auseinander. Ungefähr zwischen 13 und 14.00 waren schließlich alle am Ziel angekommen. Auf der Rückfahrt kam es noch zu einem kleinen Zwischenfall: ein Conger landete im Kraut, u.a., weil das Seegras Schwert, Ruder und Propeller blockierte und das Boot manövrierunfähig machte. Eifrige Helfer nahten – und strandeten ebenfalls. Von den drei Booten gelang es zwei Crews, sich selbst zu befreien, dann konnte das dritte rausgeschleppt
werden. Trotzdem war es ein super Segeltag und alle sind glücklich, manche auch erschöpft zum Anlegerbier in Woudsend eingetroffen.
Samstag 6. Juni und Sonntag 7. Juni
Der Samstag bot mit Südwind von etwa 3 – 4Bft (in Böen 5) gute Bedingungen, um auf das Heegermeer hinaus zu segeln. Das Ziel war De Kuilart an der Durchfahrt (Fluessen) zwischen Heegermeer und Ijsselmeer. Der Hinweg konnte (theoretisch) mit nur wenigen Kreuzschlägen gestaltet werden, aber nicht jede Crew hatte sich von vornherein für die beste Seite entschieden. In jedem Fall galt wieder: Niemand wird allein gelassen. Am Ziel winkte allen das nette Lokal am Kai mit Kaffee und Erfrischungen. Der Rückweg war ein
schöner langer Ritt mit Wind von hinten. Am Sonntag gab es noch die letzte Steuerleutebesprechung „vor der Autobahn“: Wir dankten Jens und Dagmar Hagenböhmer für die tolle
Vorbereitung, das Organisieren von Lebensmitteln, Getränken, Grills und sogar Kühlschränken, die in einem PKW-Anhänger für die gemeinsamen Abende bereitstanden. Durch sie und die tatkräftige Unterstützung von Carsten Schüder und seiner Frau Astrid insbesondere bei der Betreuung von Nachzüglern auf dem Wasser wurden die einzelnen Segeltage zu einem schönen und auch sicheren Erlebnis. Niemand wurde verletzt, es sind keine größeren Schäden an Booten zu beklagen und auch Neulinge wurden sehr gut
integriert.
Wir freuen uns auf die Wanderfahrt im nächsten Jahr.